Mein Gastartikel: Eignungsdiagnostik – die psychologische Personalauswahl

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Die Karrierebibel soeben hat einen Artikel von mir über die Anwendung von eignungsdiagnostischen Methoden in der Personalauswahl veröffentlicht. Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut, denn die Karrierebibel ist die größte Karriereseite Deutschlands und von den Gastautoren wird Expertenwissen erwartet, das man sich nicht innerhalb von einem Tag durch googlen aneignen kann.

Ich habe mittlerweile unzählige Personaler und vor allem Recruiter weitergebildet, wenn es darum geht, wie man eine valide Entscheidung im Auswahlprozess und bei Beförderungen treffen kann, die den Berufserfolg einer Person auf einer bestimmten Stelle maximal gut voraussagt.

Meine Erfahrung ist, dass in den Unternehmen zwar ein großer Bedarf nach guten Personalentscheidungen herrscht, aber dennoch oft nicht nach wirklich geeigneten Methoden geschaut wird, die Entscheidungen auf ein solides Fundament setzen würden. Die meisten Entscheider verlassen sich am liebsten auf ihr Bauchgefühl und gehen rein intuitiv vor. Was auch erstmal nicht schlecht ist. Die Intuition ist auch sicher nicht immer ein schlechter Ratgeber, aber sie verschwindet auch nicht, wenn man sie mit eignungsdiagnostischen Methoden anreichert und so die Entscheidung und den Prozess etwas objektiver macht.

Aber lesen Sie selbst. Hier geht es zum Artikel.

Viel Spaß beim Lesen!

 

 

 

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Ein Interview über professionelle Bewerbungsunterlagen und eine gute Bewerbungsstrategie

Bewerbungsunterlagen

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Die Erstellung erfolgreicher Bewerbungsunterlagen ist zeitaufwendig und erfordert viel Energie. Oft sind sich Bewerber unsicher, ob ihre Unterlagen den Anforderungen des Unternehmens entsprechen. Häufig können Bewerber nicht nachvollziehen, warum ihre Bewerbung nicht zu einem Vorstellungsgespräch geführt hat und was sie verbessern können.

Im nachfolgenden Interview spreche ich mit einem Experten auf diesem Gebiet. Er unterstützt mit seinem Team Menschen auf Stellensuche, indem die erstellten Bewerbungsunterlagen individuell optimiert werden. Auf diesem Weg verbessert er für jeden einzelnen Bewerber die Aussichten auf ein Vorstellungsgespräch.

Herzlichen Dank Herr Gerth, dass Sie sich Zeit für ein Interview nehmen.

 

Sie betreiben die Seite die-bewerbungsschreiber.de und bieten Ihren Kunden professionelle Unterstützung rund um die Erstellung von Bewerbungsunterlagen an. Wie sind Sie zu Ihrer Profession gekommen? Und wie sieht Ihre Aufgabe heute genau aus?

Erst einmal vielen Dank für die Einladung zum Interview!

Zunächst war es purer Zufall, dass ich mit meinem Freund Tim auf die Idee gekommen bin, für jemand anderen Bewerbungen zu schreiben – doch letztlich zeigte sich, dass viele einfach zu verunsichert sind, ihre Möglichkeiten nicht kennen, nicht wissen, wie sie die Unterlagen auf eine Stellenanzeige und ein Unternehmen anpassen oder einfach keine Zeit für das Schreiben der eigenen Bewerbungsunterlagen haben. Wir erlebten das zunächst in unserem Freundeskreis. So kam die Idee und die ersten Steine ins Rollen.

Mein derzeitiges Aufgabengebiet liegt primär in meinem eigentlichen Bereich, dem Online Marketing. Zum Beispiel betreue ich unsere Homepage sowie diverse Zusatzangebote von der webschmiede GmbH, wie Karriere Guru. Dabei stehe ich dann konsequent im Austausch mit unseren professionellen Schreibern, um zu wissen, welche Bedürfnisse und Fragen Bewerber derzeit haben. Mein Geschäftspartner Holger Manzke kommt aus dem Personalwesen und betreut entsprechend die Kunden – so kann jeder von uns sein Wissen gezielt einsetzen, um Bewerbern zu helfen.

Mit welchen Fragestellungen richten sich Ihre Kunden in der Regel an Sie?

Das ist ganz unterschiedlich. Grob gesagt gibt es Bewerber, die seit langer Zeit keine Bewerbung mehr geschrieben haben und nicht mehr wissen was „up-to Date“ ist. Andere fragen sich, wie sie am besten aus der Masse an Bewerbern durch ihre Bewerbung sowie auf verschiedenen Business Netzwerken wie Xing herausstechen können und welche alternativen Bewerbungsmöglichkeiten es gibt. Wiederum gibt es auch Bewerber, die einfach nicht verstehen, warum ihre Bewerbung bei Personalern auf Ablehnung stößt.

Der schönste Moment ist in jedem Fall, sobald unsere Kunden sich freudig zurück melden, dass sie es mit unseren Bewerbungsunterlagen ins Vorstellungsgespräch geschafft haben.

Was würden sie einem Berufsanfänger für seine ersten Bewerbungen raten und inwiefern würden Sie einem Berufserfahrenen Stellensuchenden andere Tipps geben?

Einem Berufsanfänger würde ich raten, dass er sich ruhig einmal etwas trauen sollte! In der Schule wird häufig nur von den Standardbewerbungen gesprochen und das nicht zu viel experimentiert werden sollte, beispielsweise im Bezug auf das Layout. Doch genau das macht einen Personaler auf die Bewerbung aufmerksam, wenn sie einfach einmal „anders“ ist und dadurch positiv auffällt.

Dem erfahrenen Stellensuchenden rate ich, einfach einmal zu überdenken, warum es mit der Bewerbung bislang nicht geklappt hat. Liegt das am Aufbau ? Fehlt der Stellen- oder Unternehmensbezug? Ist der Lebenslauf unübersichtlich strukturiert? Manchmal sind es einfach Kleinigkeiten, wie zum Beispiel ein misslungenes Anpassen der Bewerbung auf eine Stellenanzeige und das Unternehmen, denen aber auf den Grund gegangen werden kann.

In beiden Fällen rate ich davon ab, auf Muster zurück zu greifen – diese zeigen dem Personaler direkt, dass kein Interesse an dem Unternehmen und an der Stelle besteht. Den ersten Eindruck möchte keiner hinterlassen, oder?

Gibt es typische Fehler, die Bewerber immer wieder machen? Wenn ja, wie kann man diese verhindern?

Ganz typische Fehler, die Bewerber machen und die auch immer wieder thematisiert werden, sind Rechtschreib- und Grammatikfehler. Da können Personalverantwortliche schon einmal fuchsig werden. Die lassen sich ganz einfach vermeiden, indem der Bewerber seine Unterlagen von Freunden, Bekannten oder Verwandten gegenlesen lässt. Wer sich bereits beim Schreiben unsicher ist, der kann auch einfach online im Duden nachschauen.

Ein weiterer Fehler ist es, wenn „Sehr geehrte Damen und Herren,“ als Ansprache genutzt wird. Nur weil in der Stellenausschreibung kein Ansprechpartner steht heißt das noch lange nicht, dass es auch keinen gibt. Also einfach einmal bei dem Unternehmen kurz anrufen und nachfragen, an wen die Unterlagen ganz konkret gehen. Dadurch zeigt der Bewerber wirkliches Interesse und kann zusätzlich noch einmal auf das Gespräch verweisen.

Ein letzter, wirklich markanter Fehler, begehen Bewerber mit den Rückgriffen auf Standards. „Hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen um …“ oder ähnliches. Wer 100 Bewerbungen vor sich liegen hat, der freut sich, wenn er mal mit etwas anderem überrascht wird und kann direkt ganz anders an die Unterlagen heran gehen.

Im Endeffekt muss jeder Bewerber sich vor Augen halten, dass die Bewerbung reine Eigenwerbung ist. Wer dort mit 08/15 – Sätzen beginnt, zeigt von sich selbst, dass er nur 08/15 bieten kann. Wer möchte das schon?

Das Internet mit seinen sozialen Netzwerken hat heute eine große Bedeutung. Wie ist Ihre Einschätzung über die Anzahl der Personaler, die sich regelmäßig im Internet über ihre Bewerber informieren? Und welche Chancen und Risiken birgt dies für die Bewerber?

Es wäre denke ich vollkommen falsch zu behaupten, dass ein Personaler von einem großen Unternehmen wirklich jeden der Bewerber im Internet auf Herz und Nieren prüft. Dieser Zeitaufwand kann nicht geleistet werden. Anders hingegen steht es vermutlich um die Kandidaten, die dann wirklich interessant werden. Ich denke, dass gerade dieser Kreis genauer geprüft wird.

Bei kleineren oder recht jungen Unternehmen kann ich mir dann wiederum auch denken, dass von den eingehenden Bewerbungen wirklich jeder geprüft wird. So zumindest ist es bei uns und unseren Bewerbern. Schließlich wollen wir wissen, ob der- oder diejenige zu unserem Team passt, wirklich Interesse am Schreiben hat und ob auch wirklich das stimmt, was wir an Informationen über ihn in den Unterlagen haben.

Die große Chance für Bewerber zeigt sich darin, dass man sich auf so eine Suche vorbereiten kann. Statt dem letzten Partyfoto wird das Bewerbungsbild zum Profilfoto, in „Business Netzwerken“ wird das jeweilige Profil aufpoliert und all solche Kleinigkeiten können mit wenig Arbeit verändert werden, um einen großen Effekt zu erzielen.

Auf der anderen Seite besteht das Risiko, dass auch eher weniger karrierefreundliche Dinge im Internet auftreten können – auch wenn die nicht mehr aktuell sind. Viele beantragen dann bei Google, dass die Daten gelöscht werden – vergessen jedoch, dass Google nicht das Internet ist und es noch zahlreiche Alternativen gibt. In jedem Fall liegt es dann in der Hand des Personalers, inwiefern differenziert wird zwischen „damals“ und „jetzt“.

 

Ich bedanke mich, dass Sie sich Zeit für dieses Interview genommen haben und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

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Ein Interview über Bewerbungen, Karriere und Coaching

Karriere, Vorstellungsgespräch, Bewerbungen

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Vor ein paar Tagen wurde ich von Till Tauber interviewt und hatte die Gelegenheit ein paar Dinge über meine Arbeit und meine Methoden in der Karriereberatung zu erzählen. Ich habe auch ein paar Bewerbungstipps, die ich meinen Klienten häufig mitgebe, zusammengefasst.

Das Interview findet ihr hier.

Viel Spaß beim Lesen!

 

 

 

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